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Was hindert uns, in der Stille zu entspannen, die immer da ist? Spannungen im Körper sind
materialisierte Gedanken. Sie sind das Ergebnis von „ich muß“ und „ich will“. Spüren sie die
Spannung, die diese Gedanken erzeugen? Daran ist nichts falsch, Spannung ist notwendig,
um diesen Körper zu bewegen, überhaupt ihn aufrecht zu erhalten. Spannung wird nur dann
zu einem Problem, wenn der natürliche Rhythmus von Spannung und Entspannung verloren geht.
Wie erfahren sie in ihrem Alltag immer wieder Entspannung in ihrem Körper? Yoga ist die
Wissenschaft, die Gedankenwellen zur Ruhe zu bringen. Daher beginnt Patanjali
(indischer Yogalehrer, auf den die meisten Yogaschulen heute zurückgehen) mit der Haltung („Asana“).
Spüren sie jetzt ihre Haltung. Gibt sie ihrem Atem Freiheit? Gibt sie ihnen Halt?

Auf der Ebene des Herzens können wir einen Einstieg finden, indem wir „Verbundenheit“ erfahren (Yoga heißt „Vereinigung“). Das innere Lächeln ist eine Möglichkeit, die Verbundenheit mit dem Herzen zu fördern und zu kultivieren. Das innere Lächeln ist eine Erfahrung von Weite und Offenheit, es ist die Erinnerung an etwas, das immer da ist, die Kraft des Herzens und ein Ja zum Leben.

Auf der Ebene des Geistes finden wir einen Einstieg, indem wir uns der „spiegelgleichen Natur des Bewusstseins“ bewusst zu werden. Das Bewusstsein wird in spirituellen Traditionen oft mit einer Wasseroberfläche verglichen, auf der die Gedanken wie der Wind Wellen erzeugen. Der Spiegel braucht sich nur bewußt zu werden, dass er ein Spiegel ist – dies ist Meditation.
Sie können die „Wasseroberfläche“ mit ihrem Atem beruhigen. Sehen sie einen schönen See vor ihrem inneren Auge, weit, offen, ruhig. Sie können mit dem inneren Lächeln die Sonne auf der Wasseroberfläche scheinen lassen.
Sie können sich mit einem Satz einstimmen, „ich wähle diesen Augenblick in vollkommener Stille zu verbringen“ – wichtig ist, dass sie diesen Satz nicht nur denken, sondern ihn auch spüren können.
Sie können sich aber auch einfach nur bewußt werden, daß sie der Spiegel sind.  

In der ersten Phase der Meditation geht es darum, eine Erfahrung dieses spiegelgleichen Geistes zu machen, entspannt und heiter. Wenn sie sich diesem Prozeß widmen, werden sie feststellen, welche Objekte des Geistes die Kraft haben, ihnen ihren Frieden zu nehmen.

Die Erfahrung von Meditation ist zu unterscheiden von Meditationstechniken. Wenn wir sagen: „ich meditiere“, so beschreibt dies meist, daß wir uns einer Technik widmen. Manchmal wird diese Redewendung aber auch dazu benutzt, ein Zustand des Träumens zu beschreiben, der vollkommen in Ordnung sein mag, aber mit Meditation nicht viel zu tun hat. Meditation ist keine Flucht in schönere Welten, es ist vielmehr die Hinwendung zum Leben selbst, es ist die tiefste Erfahrung von „Hier-sein“ jetzt. Meditation ist ein Seinszustand, in dem uns das Leben berührt, Leben in uns „einbricht“. Diesen Seinszustand hat wohl jeder in irgendeiner Form in seinem Leben schon einmal erfahren.

Meditation ist die Vereinigung von Yin und Yang, von Wachsein und Entspannung, von Offenheit bei gleichzeitigem Zentriertsein, von Alleinsein bei Alleins-sein.  Meditation ist die Vereinigung der Gegensätze, der Weg zu Mitte zwischen diesen Gegensätzen (siehe auch die Wortsilbe „med“ in ihrer etymologischen Verwandtschaft zu „Mitte“).  

Was am Anfang schwer zu verstehen ist: Meditation hat kein Ziel, keine Absicht, sie ist „Sein mit dem was ist“. Meditation ist die Erfahrung von kindlicher Unschuld (Yin), die wir als erwachsene Menschen (Yang) machen.

Am Anfang wiederum ist wichtig zu erfahren, dass das alltägliche Bewußtsein verstrickt ist in Absichten und Zielen des „Wollens“, „Müssens“, „Brauchens“, „Liebens“ – gemäß seiner Gewohnheit. Um diese Gewohnheiten des Denkens, Fühlens und Handelns zu erkennen, sind Techniken hilfreich.

Es dabei Techniken, die eher Yin – betont sind, direkt zu Entspannung führen, und Techniken, die eher Yang betont sind, und von der Spannung zu Entspannung führen. Ich finde es wichtig, beide Formen kennenzulernen, um Erfahrungen zu machen. Zum anderen kann es je nach Charakterstruktur, Lebensphase und sogar aktuelle Verfassung angebracht sein, mehrere Möglichkeiten zum Einstieg zu kennen. Es empfiehlt sich bei jeder Übung jedoch, sich einen Zeitrahmen zu geben (Yang), in dem wir Loslassen und uns dem Prozess überlassen können. Ebenso ist es zu empfehlen, eine Methode zu wählen, die wir über einen längeren Zeitraum ausführen können. Dabei ist es wichtiger, täglich eine kurze Zeit zu üben, als ab und zu eine längere Zeit, weil die „musterunterbrechende Wirkung“ der Meditation stärker zum Tragen kommt: erlauben sie ihrer Seele immer wieder,  in ihrem Alltag zu „sein“.

In einer ersten Begegnung mit Meditation geht es vielen Menschen darum, Entspannung zu finden, einfach zur Ruhe zu kommen. Da innere Unruhe auf einer äußeren Ebene zunächst mit einer Anspannung der Muskulatur einhergeht, sind hier Methoden hilfreich, die den Körper etwas öffnen und wieder durchlässiger machen. Wieder andere suchen in Meditation nach mehr innerer Stabilität, wollen sich eher aufladen, auftanken. Beides kann in der konsequenten Anwendung einfacher Techniken aus dem Bereich Yoga und Chi Gong gefunden werden.

Entspannung bei innerer Stabilität bilden eine wichtige Basis, um auf dem Weg zu innerer Freiheit weiterzugehen, und Erfahrungen des „spiegelgleichen Bewusstseins“ zu machen, entspannt und heiter. Wenn sie sich diesem Prozeß widmen, werden sie feststellen, welche Objekte des Geistes die Kraft haben, ihnen ihren Frieden zu nehmen.

Von Fritz Pearls stammt die Wortschöpfung „Introjekte“ – sie beschreibt „verinnerlichte Außenwelt“. Wir haben gelernt, uns mit den Augen der anderen, der Gesellschaft, unserer Eltern zu sehen. Spüren sie einfach dem Satz nach: „ich liebe meinen Körper“ (Der Körper ist in diesem Sinne ein Objekt im Außen). Introjekte sind verinnerlichte Gedanken und Bilder, die emotional aufgeladen sind. Wenn wir mehr gelernt haben, unseren Geist wahrzunehmen, können wir unsere Beziehung zu unseren inneren Bildern entdecken.
„Bilder“ sind ihrer Natur eher „weiblich“, entsprechen dem Yin, gegenüber den „linearen“ Gedanken, die dem männlichen Yang entsprechen.

In Meditation können schöne Bilder auftauchen, der weibliche Anteil in uns identifiziert sich mit diesen Bildern, indem er sie liebt oder ablehnt, der männliche Anteil sagt: „einfach nur Bilder“.   
Im Yoga gibt es so zwei Wege, wo wir in dem einen bei allem, was uns begegnet, sagen: „das bin ich auch“ (Yin), und beim anderen: „Das bin ich nicht“, „ich bin nicht diese Gefühle, ich bin nicht dieser Körper, ich bin nicht diese Gedanken usw.“ (Yang).
In diesem Zusammenhang kann Meditation als Flucht mißbraucht werden: Im Sinne des Yin, dass wir lernen, uns Räume zu schaffen, in denen wir einer ungeliebten Wirklichkeit entfliehen können. Oder im Sinne des Yang, wo wir alles bezweifeln, was uns begegnet.

 
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